Ein guter Rat vorneweg:

Durch die niedliche "Cesar"-Werbung könnte der Eindruck entstehen, der West Highland White Terrier wäre ein Schoßhündchen. Im Gegenteil ! Der Westie ist ein "ganzer Kerl" ! Er braucht konsequente Erziehung - eben ein Terrier !

Wenn Sie dies beim Kauf bedenken, erhalten Sie einen treuen Freund und echten Herzensbrecher !

Ein Hund zum Verlieben

Quirlig, intelligent und mutig - ein kleiner, sehr gut proportionierter, lebhafter weißer Terrier auf flinken, relativ kurzen Läufen, die Rute keck erhoben getragen, ein rundlich wirkender Kopf mit gepflegt struppigem Haarschnitt, aus dem zwei dunkle, lustige Knopfaugen blicken, die sofort jedes Menschenherz erobern - das ist der West Highland White Terrier, liebevoll Westie genannt.

Herkunft und Geschichte

Seine Existenz verdankt der West Highland White Terrier einer tödlichen Verwechslung:

Im schottischen Hochland setzte man über Jahrhunderte kleine, aber besonders draufgängerische Terrier zur Jagd auf Dachs, Fuchs und Otter ein. Weiße Welpen galten jedoch für jagduntauglich und hatten wenig Überlebenschancen. Reine Albinos sind in der Tierwelt auch häufig lebensuntüchtig und fallen ihren Freßfeinden außerdem schneller auf. So sorgt die Natur in vielen Fällen dafür, daß weiße Tiere nicht alt werden. Der Westie aber ist kein Albino, sondern sehr hell cremefarbig, was erst auffällt, wenn er im Schnee sitzt. Aus englischen Quellen weiß man, daß die Männer, die im 19. Jahrhundert mit dem dunkelhaarigen Vorfahren des heutigen Westies, dem Cairn Terrier, zur Jagd gingen, eine Abneigung gegen weiße Welpen im Wurf hatten und diese töteten. Das Blatt wendete sich gegen Ende des vorigen Jahrhunderts, als Colonel Eduard Malcolm bei einer Jagd versehentlich seinen rotbraunen Terrier erschoß. Er hatte ihn für einen Fuchs gehalten! Von da an züchtete er weiße Hunde unter der Bezeichnung West Highland White Terrier und entwickelte die Grundlagen für den Rassestandard. Im Jahr 1907 wurde der "Westie" als Rasse offiziell anerkannt, doch erst seit den siebziger Jahren ist der Kleine aus Schottland auch auf dem Kontinent groß im Kommen.


Rassestandard

Herkunftsland: Großbritannien FCI-Nr. 73/3.2
Allgemeines Erscheinungsbild: Kräftig gebaut, tiefe Brust und weit nach hinten reichende Rippen; ebener Rücken, kraftvolle Hinterhand mit muskulösen Läufen, die in hohem Maße eine großartige Verbindung von Kraft und Aktivität zum Ausdruck bringt.
Charakteristika: Klein, aktiv, unerschrocken, robust, mit beträchtlichem Selbstvertrauen ausgestattet und einem Auftreten, das Raubzeugschärfe erkennen läßt.
Wesen: Wachsam, fröhlich, mutig, selbstbewußt aber freundlich.
Körper: Kompakt, Rücken eben mit breiter, kräftiger Lendenpartie, Brust tief, Rippen in der oberen Hälfte so gebogen, daß die Körperseiten flach wirken. Hintere Rippen weit zurückreichend; Abstand zwischen der letzten Rippe und der Hinterhand so kurz, wie es mit einer freien Bewegung vereinbar ist.
Kopf und Schädel: Schädel leicht gewölbt, Stirnpartie mit glatten Konturen; Oberkopf vom Ohransatz zu den Augen hin nur geringfügig schmaler werdend. Deutlicher Stop. Kiefer kräftig und von gleicher Stärke. Nase schwarz und ziemlich groß, nicht spitz vorstehend.
Augen: Weit voneinander angeordnet, mittelgroß, nicht groß und rund, so dunkel wie möglich, etwas tief sitzend, wachsam und intelligent, unter buschigen Augenbrauen hervorlugend; dies bewirkt einen durchdringenden Blick.
Ohren: Klein, aufrecht und sicher getragen, in einer deutlichen Spitze endend.
Vorhand: Schultern schräg zurückliegend. Vorderläufe kurz, muskulös und gerade, dicht mit kurzem, hartem Haar bewachsen.
Hinterhand: Läufe kurz, muskulös, mit starken Sehnen.
Rute: 13 bis 15 cm lang; mit hartem Haar bedeckt.
Haarkleid: Doppeltes Haarkleid.
Deckhaar Das Deckhaar besteht aus ca. 5cm langem, harschem Haar ohne jegliches Zeichen von Locken. Unterwolle pelzartig, kurz, weich und dicht. Offenes Haar äußerst unerwünscht.
Farbe: Weiß
Größe: Schulterhöhe ca. 28 cm
Gewicht:
bis 10 kg